Der chinesische Shar-Pei existiert seit Jahrhunderten in den an das südchinesische Meer angrenzenden Provinzen. Er war immer ein Arbeitshund, der vorwiegend auf dem Land von Bauern als Jagdhund, Wachhund und Hütehund verwendet wurde. Ob die Rasse tatsächlich, wie zum Teil behauptet wird, mehr als 2000 Jahre alt ist, bleibt Spekulation, da es keinerlei gesicherte Beweise dafür gibt. Bis in die späten 60er, frühen 70er Jahre des 20. Jahrhunderts waren chinesische Shar-Pei im westlichen Ausland völlig unbekannt. Der ursprüngliche Sharpei hatte nur einige wenige Falten auf der Stirn. Durch Kreuzungen mit dem Mastino Neapolitano, der ja mehr Körpergröße und mehr Körpermasse hat, wurde dem Shar Pei mehr „Haut und Falten“ hinzugezüchtet.
Die Shar-Pei Welpen werden im Gegensatz zu Welpen anderer Rassen mit einer zu grossen Haut geboren. Die Hautfalten bilden sich zwischen der 2. und 16. Woche und der Hund wächst dann langsam in sein Fell hinein. Die Hautfalten sollen beim ausgewachsenen Shar-Pei eng anliegen und nicht zu übertrieben sein. Ein ausgewachsener Shar-Pei soll Falten vorwiegend auf der Stirn und einige wenige Falten am Hals und Widerrist aufweisen. Schliesslich wurde der Shar-Pei als vielseitiger Arbeitshund verwendet, der agil sein soll, und nicht durch übermäßige Falten behindert wird.
Wer sich heute im Internet über den Shar-Pei informieren möchte, der kann unter Umständen erst einmal erschrecken. Viele Beiträge in Foren, Blogs und Mailinglisten handeln von Shar-Pei mit mehr oder minder schweren gesundheitlichen Problemen. Da die glücklichen Besitzer gesunder Shar-Pei eigentlich kaum Veranlassung haben zu schreiben wie toll alles bei ihnen läuft und das sie keine Probleme haben, entsteht in der Öffentlichkeit ein völlig verschobenes Bild von dieser wundervollen Rasse. Viele Vorurteile und Gerüchte bezüglich Qualzucht (Augen !), hohem Pflegeaufwand und hohen Kosten fuer Tierarzt und Medikamente sind so entstanden und halten sich hartnäckig.
Umsichtige Züchter achten darauf, den kleinen Genpool der Shar Peis zu umgehen und mit Linien aus Russland oder Amerika einzuzüchten.
Und ja, es gibt Shar Peis die aus schlechten Zuchten stammen und krank sind, gerade die diversen Probleme mit den Augen – zu viele Falten die auf die Augen drücken. Hier muss man ansetzen , solche Qualzuchten verbieten.
Der Shar Pei benötigt keine besondere Pflege, er ist auf Grund seines sehr kurzen Haares sehr pflegeleicht. Entgegen vieler Behauptungen sammeln sich in seinen Falten weder Schmutz noch Ungeziefer. Er hat normalerweise keine besondere Neigung zu irgendwelchen Hautentzündungen.
Bei dem Horsecoat Shar Pei kann es besonders leicht zu Tierhaarallergien kommen, da das Haupthaar sehr „stachelig“ ist. Beim Brushcoat und Bearcoat ist das Allergierisiko für den Menschen wie bei anderen Hunden auch.